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Informationen
rund um die Fundstelle Friedrichshütte
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Die
Friedrichshütte wurde als Kupferhütte in den Jahren 1732
- 1735 unter Landgraf Friedrich 1. von Hessen, zugleich König
von Schweden errichtet. Man kann seine Initialien F R = Fredericus Rex noch am einzigen erhalten Gebäude der Hütte, das damals als Verwaltungsgebäude benutzt wurde, und heute als Gasthaus eingerichtet ist, erkennen. Desweiteren habe ich die Initialien auf einem Grenzstein und einem Obilisk in der näheren Umgebung entdeckt (siehe Bilder). Die Hütte wurde mit insgesamt drei Öfen errichtet. Es handelte sich um zwei "Krummöfen", die zum Rohschmelzen dienten und um einen "Gasherd". Bereits in den Jahren 1757 bzw. 1763 wurde ein Krummofen zu einem sogenannten "Hohen Ofen" umgebaut sowie ein weiterer neuer Hochofen angelegt, so dass nunmehr zwei Hochöfen zum Rohschmelzen zur Verfügung standen. Die Kupferhütte Friedrichshütte war damals die zweite große Kupferhütte, neben der Richelsdorfer Hütte, die den geförderten Kupferschiefer verarbeitete. Der damalige Produktionsablauf wird in Kürze so beschrieben: Der gewonnene Kupferschiefer wurde als erstes auf offenen Feuern "geröstet", um vorhandene Unreinheiten -wie z.B. Schwefel zu beseitigen sowie um das Volumen zu reduzieren. Allein schon dieser Arbeitsvorgang gibt einen Einblick in die damalige Luftverschmutzung!! Dieser Vorgang dauerte ca. 5 Wochen. Anschliessend erfolgte als nächster Arbeitsschritt in den Hochöfen das Rohschmelzen. Der hierbei gewonnene Kupferstein wurde dann in gemauerten Röststätten nochmals 6 - 7 mal geröstet. Anschließend erfolgte in dem Krummofen die Trennung nach Schwarzkupfer und Spursteinen. Den Abschluss bildete das "Garmachen", die Herstellung des Endproduktes. |
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Aus
der Überlieferung vom Jahr 1787 wurden auf der Friedrichshütte
1000 Zentner Kupfer hergestellt, die einen Verkaufserlös von ca.
30.000 Reichstalern erbrachten. Als Rohmaterial wurden hierfür
48.000 Zentner Kupferschiefer sowie 2.500 Klafter
Holz und 750 Fuder Kohlen verarbeitet. (1 Klafter = 3,339 cbm, 1 Fuder = 3,12cbm). Der Reingewinn der Friedrichshütte betrug laut Lager- Stück- und Steuerbuch der Gemeinde Iba von 1787 14.000 Reichstaler - im Vergleich zu den Baukosten von 9.451 Reichstalern ein stattlicher Gewinn. Damals waren auf der Friedrichshütte direkt 20 Personen beschäftigt. Hinzu kamen die ca. 600 Bergleute in den 20 Schächten des Werkes sowie eine nicht unbeträchtliche Zahl an Bauern, die die Transporte durchführten. Die Friedrichshütte war somit in dieser Zeit ein großer Arbeitgeber im Richelsdorfer Gebirge. Das Ende des Hüttenbetriebs kam ca. um 1900. Sämtliche Gebäude der Hütte, Rösthaus, Kohlenschuppen, Speicher, Lagerhäuser eine Schmiede und noch verschiedene andere Gebäude wurden in den Jahren 1919 - 1920 abgerissen, einzig das alte Verwaltungsgebäude blieb stehen. Alle oben aufgeführten Mineralien (Neubildungen) habe ich gefunden in den Schlacken der damaligen Verhüttung. |
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