Präparation
der Fossilien aus dem Hundsrückschiefer
Der Hundsrückschiefer ist aus sehr feinkörnigem
Tonschiefer entstanden.
Es werden zwei Arten von Schiefern unterschieden, der Plattenstein
und der
Krappstein. Der Plattenstein ist feinkörnig und relativ weich
aufgebaut und
eignet sich somit zum präparieren besonders gut, der Krappstein
dagegen ist
oft grobkörniger und härter und bereitet dem Präparierenden
meist größere
Schwierigkeiten zumal die Fossilien in diesem Gestein meist zerbrochen
oder
verzerrt sind.
Die Fossilien des Hundsrückschiefers sind meistens verkieselt
oder pyritisiert
erhalten. Selten findet man Fossilien in Kalkerhaltung und hier im
speziellen
nur einige wenige Spezies.
Durch das feinkörnige Tonmaterial hervorgerufen sind die Fossilien
immer eng und
fest in diesem eingeschlossen. Relativ selten liegen die Fossilien
in exakter Spaltrichtung des Schiefers. Meistens sind sie in einem
Winkel zur Spaltrichtung
eingebettet , was bedeutet, dass die Fossilien durch das reine Spalten
nicht
vollständig freigelegt werden. Meistens müssen sie deshalb
durch Präparation
nachgearbeitet werden.
Da die Fossilien äußerst eng mit dem tonigen Material umgeben
sind eignet sich die
Präparation durch Schlagen d.h. mit Hammer und Meißel überhaupt
nicht.
Ebenso ungeeignet ist in der Regel die Freilegung der Fossilien mit
Stahl- und
Messingbürsten da diese Arbeitsgeräte die überaus feine
Strukturen der Fossilien
zerstören. Von chemischen Präparationen sollte man ebenfalls
Abstand nehmen.
Für die Fossilien des Hundsrückschiefers eignet sich eigentlich
nur ein Verfahren der
Präparation, das frei schaben des Fossiles. Dies geschieht
in
aller Regel mit scharf
angeschliffenen Nadeln, Messern und Feilen unter dem Mikroskop.
In den Instituten werden heutzutage mit Sandstrahlgeräten die
Präparationen
beschleunigt. Dies ist aber für den privaten Gebrauch auf Grund
der teuren
Apparaturen zu aufwendig.
Zum Schluss sei noch erwähnt, dass die feinen Strukturen der Fossilien
nur richtig
und vollständig heraus präpariert werden können, wenn
die Rohplatte vorher
geröntgt wurde um alle Feinheiten als sogenannten Wegweiser zur
Präparation
erkennen zu können. Darüber hinaus kann vorher entschieden
werden, ob sich eine
in der Regel immer sehr zeitaufwendige Präparation überhaupt
lohnt.
Die blinde
Präparation führt erst zur Klarheit wenn diese beendet ist.