Fundstelle Schellkopf

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Informationen rund um die Fundstelle Schellkopf

Fundstelle Schellkopf

Fundstelle Schellkopf bei Brenk (1990).

 

Ginster
Steinbruch Schellkopf

Ein wunderschöner Ginster am
Rande des Steinbruch's
präsentiert sich zum fotographieren


Der Schellkopf liegt an der nördlichen Grenze des quartären Vulkanismus des Laacher Seegebietes. Es wird vermutet, dass die Temperatur des aufsteigenden Magmas recht niedrig gewesen sein muss, da der durchbrochene Schiefer keine thermischen Veränderungen zeigt. Lediglich im Phonolith eingeschlossene Schieferstücke sind randlich rot gefrittet. Das Alter des Phonolith am Schellkopf wird nach neuesten Untersuchungen auf ca. 380.000 Jahre berechnet (plus - minus 20.000 Jahre).

Beim Mineralien sammeln sollte man die Beobachtungen von B.Cruse, die über viele Jahre gehen, berücksichtigen. Ich selbst kann diese Beobachtungen nur unterstreichen. In der Regel ist die Farbe des Gesteins leicht grünlich, zeigt sich nun auf einem Phonolithblock ein gelblich – braunes Band, so sollte man das Gestein in diesem Bereich spalten. Fast immer öffnet sich hier das Gestein zu einem Hohlraum, der dann mit Mineralien ausgekleidet sein kann. Auch sollte man darauf achten wenn bis zu 5 cm breite dunkle Bänder das Gestein durchziehen. Auch hier können Hohlräume mit meist Phillipsit und Calcit gefunden werden. Das Arbeiten an den meist größeren Blöcken erfordert schweres Gerät also einen Vorschlaghammer und natürlich eine Schutzbrille.

Der Abbau am Schellkopf wird in ca. 8 Meter hohen Stufen vorgenommen. Das Gestein wird in mehreren Schritten bis auf eine Korngröße von ca. 3 mm zerkleinert und mit der Brohltalbahn, einer Schmalspurbahn abtransportiert und in Brohl am Rhein zum Abtransport zwischen gelagert.

Heute wird das Gestein ausschließlich in der Glasindustrie zur Herstellung von farbigen Gläsern verwendet. Besonders oft findet es für die Herstellung von französischen Champagnerflaschen Verwendung. Wegen des Eisengehalts im Gestein kann es nicht für farblose Gläser verwendet werden.

Der Schellkopf ist die Typ-Lokalität für das Mineral BRENKIT Ca2(F2/Co3),
dessen Name von dem nahe liegenden Ort Brenk abgeleitet wurde.