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Informationen
rund um die Fundstelle Concordiahütte
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Concordiahütte
Eschweiler
Im Jahre 1853 wurde unter federführender Beteiligung des Eschweiler Bergwerksverein die „Gesellschaft Concordia, Eschweiler Verein für Bergbau und Hüttenbetrieb zu Ichenberg bei Eschweiler“ gegründet. Die Idee dieser Gründung war die Errichtung und den Betrieb eines Hochofenwerkes, um die Abhängigkeit der in den 1840ziger Jahren errichteten Puddel- und Walzwerke des Inde - Reviers von belgischen Roheisenlieferanten zu verringern (das Puddelverfahren ist eine alte Methode der Stahlherstellung, bei der durch Rühren (engl. to puddle) das erhitzte Roheisen veredelt wird. Jetzt sollten erstmalig die im Inde - Revier lagernden Eisenstein- und Steinkohlevorkommen in modernen Koksöfen verhüttet werden (Koks ist entgaste Steinkohle, der Hüttenkoks ist auch im glühende Zustand fest genug um die Last der Hochofenfüllung zu tragen und auch genügend porig um den Hochofenwind durchzulassen, außerdem erreicht man mit Koks hohe Verbrennungstemperaturen). Vor allem der Kalkstein nördlich und südlich der Steinkohlegrube Zentrum enthielt Eisenerzlagerstätten. Gegen Ende der 1870iger Jahre gerieten die Puddel- und Walzwerke des Inde - Reviers in eine strukturelle Krise. In dem Maße, in dem das Ruhrgebiet mit seiner sich stetig verbessernden Steinkohle- und Roheisenbasis eine stärkere und bessere Schwerindustrie aufbauten, schwanden die Vermarktungschancen der Aachener Eisenindustrie, die trotz des Hochofenwerkes der Concordia AG mit seiner Koksroheisenproduktion weiter auf belgisches Roheisen angewiesen waren. Verlagerungen der Produktionsstandorte in den 1860iger und 1870iger Jahren waren die logische Konsequenz. Die Concordiahütte arbeitete bis 1941 und wurde dann, wegen Unrentabilität stillgelegt. Zur Hütte gehörte noch ein Steinwerk, welches aus den anfallenden Schlacken Steine für den Straßenbau herstellte, sowie ein Kalkringofen in dem Dolomitkalk gebrannt wurde. Erzeugnisse eines Hochofens bei der Eisenproduktion: Das
im Hochofen gewonnene Eisen ist stark verunreinigt, es befindet sich
noch im rohen
Zustand.
Man nennt es deshalb Roheisen und hier werden
zwei Arten, das graue und weiße Roheisen unterschieden. Nebenprodukte eines Hochofens sind: Schlacke, diese besteht vorwiegend aus kieselsauerem Kalk und wird für Bauzwecke (Straßenschotter, Schlackensteine, Schlackenwolle, Portlandzement) verarbeitet, oder aber von Mineraliensammlern wegen den Schlacken-NEUBILDUNGEN (siehe oben) durchsucht. Gichtgas, es enthält 24% Kohlenoxyd, außerdem Kohlendioxyd, Wasserstoff und Stickstoff. Da dieses Gas brennbar ist wird es zur Erwärmung von Winderhitzern und für sonstige Heizzwecke Bsp. zur Beheizung der Kokskammer verwendet. |
Als
ich die Fundstelle Concordia-Hütte besuchte gab es noch
sehr viel Schlackenmaterial
zum durchsuchen. Es standen viele sehr
große Schlackenbanken im Gelände
aus dehnen man die Stücke heraus
klopfen konnte. Heute (2009) ist diese Fundstelle wie so viele andere auch erloschen, sie wurde Renaturisiert und es kann leider keine Schlacke mehr gefunden werden. zurück nach oben |